Beiliegende CD-ROM

 

Auf der beiliegenden CD-ROM sind einige in dieser Arbeit diskutierten interaktiven Modelle zum größten Teil im Flashformat von Macromedia bzw. Adobe enthalten. Die CD-ROM kann auf unterschiedlichen Betriebssystemen abgespielt werden, hierfür sind ein herkömmlicher Webbrowser und ein installiertes Plug-in zur Darstellung von Flash-Filmen notwendig.

 

Interaktive Partituren

 

In der ersten Gruppe der interaktiven Partituren sind folgende Werke in Gesamtaufnahmen und Einzelstimmen für eine interaktive Auseinandersetzung verfügbar:

 

Beispiel 1: Feuerwerksmusik, Allegro; G.F. Händel. Dieses animierte Werk stellt in der vorliegenden Form die derzeitigen Leistungsgrenzen der Animationssoftware dar. Die selbst aufgenommenen elf Einzelstimmen sind in der Dauer von jeweils 70 Sekunden hauptverantwortlich für die Dateigröße von über zehn Megabyte. Im drahtlosen Netzwerkeinsatz erwies sich diese Größe als Grenze für gerade noch akzeptable Dauern der Übertragung der interaktiven Partitur auf alle verwendeten Rechner. Die erstellte Datei wurde im Rahmen eines Kapitels in der Musikfachschrift „mip“ des Helbling Verlags in der Ausgabe 14/2005 veröffentlicht.

 

Beispiel 2: Eine kleine Nachtmusik, Menuett; W.A. Mozart. Die Gesamtauf-nahme der Audiodatei wurde im Winter 2005 im Stift Rhein als Live-Mitschnitt eines Konzertes des Ensembles von Anke Schittenhelm durchgeführt. Die Einzelstimmen wurden anschließend im eigenen Tonstudio aufgenommen, um einzelne Systeme für den Hörer der interaktiven Partitur herausheben zu können. Durch lediglich vier Stimmen, aber dafür von längerer Dauer, stieß die Flash-Bearbeitung knapp an die Leistungsgrenze der derzeit verfügbaren Flash-Software. Die interaktive Partitur entstand für eine Publikation der musikpädagogischen Schriftenreihe des Instituts für Musikpädagogik Graz im Winter 2006.

 

Beispiel 3: Lerchenquartett, Menuett; J. Haydn. Bei diesem Werk handelt es sich um die Animation und interaktive Werkbetrachtung der vom Helbling Verlag zur Verfügung gestellten Audioaufnahmen.

 

Beispiel 4: Don Giovanni, Menuett; W.A. Mozart. Die Gesamtaufnahme wurde auch bei diesem Werk vom Verlag Helbling bereitgestellt, die Aufnahmen der beiden Bühnenorchester wurden selbst durchgeführt. Der Versuch, neue Schritte in der Erstellung interaktiver Partituren zu beschreiten, beinhaltete die Möglichkeit, jedes Orchester in beliebiger Lautstärke steuern zu können. Eine Begrenzung der Software, bei Sicherstellung der Synchronität von Audio- und Animationsmaterial an eine Zeitleiste gebunden zu sein, verhindert eine Regelung der einzelnen Lautstärken einzelner eingebundener Audiofiles. Somit wurde auf ein bereits übliches Aktivieren jeweils einer der beiden Aufnahmen des Bühnenorchesters zurückgegriffen. Die Umsetzung der Idee dynamischer Lautstärkenveränderungen beliebiger zu einer Zeitleiste gebundener Audiodateien durch den Betrachter einer interaktiven Partitur werden somit auf die Verfügbarkeit von in diese Richtung weiterentwickelter Animationssoftware verschoben.

 

Spiel-mit-Sätze

 

Aus historischer Sicht der Entwicklung interaktiver Partituren mit Originalaufnahmen der einzelnen Instrumente gesehen sind Spiel-mit-Sätze Vorläufer dieser entstandenen Methodik. Dabei werden durch vorgegebene Symbole unterschiedliche Reaktionen ausgelöst und so ein aktives Hören des jeweilig zu Grunde liegenden Werkes ermöglicht. Die mittels Flash hergestellten Präsentationswerkzeuge sind zwar prinzipiell mit dem Auflegen einer Overheadfolie und dem parallelen Abspielen eines Tonträgers vergleichbar, beinhalten jedoch wesentliche Werkzeuge der erweiterten Navigation inklusive deren Visualisierung durch Hervorheben der jeweils gehörten Takte. Der technische Aufwand für die Anwendung ist durch die benötigten Geräte Computer, Beamer und Audioanlage etwas höher als der Einsatz eines Overheadprojektors und einer Audioanlage, jedoch werden während des Abspielvorganges Ressourcen für die unterrichtende Person frei, indem sie nicht manuell die Anzeige der jeweils gehörten Passagen vornehmen muss und sich in der Zeit um Ausführungen der Lernenden kümmern kann.

 

Beispiel 5: Warm-up. Dieses kurze Warm-up soll besonders zum eigenen Erstellen von vergleichbaren Animationen motivieren und anregen. Die Musik wurde mit der Schulversion von “Magix Music Maker” erstellt. Eine detaillierte Beschreibung der Symbole und zusätzliche Informationen sind im Kapitel „Interaktives Lernen“ enthalten.

 

Beispiel 6: Weihnachtskonzert, Allegro; Arcangelo Corelli. Der Spiel-mit-Satz zum Weihnachtskonzert von Arcangelo Corelli wurde zu einem Kapitel im MIP-Journal des Helblig Verlages erstellt und veröffentlicht.

 

Beispiel 7: Die vier Jahreszeiten, Frühling; Antonio Vivaldi. Im Kapitel „Ba-Rock“ auf Seite Error! Bookmark not defined. wurde dieses Arrangement im Stile einer Coverversion angefertigt und mit einem Spiel-mit-Satz multimedial verknüpft.

 

Beispiel 8: Manchmal denk i no an di, Austria 3. Um nicht den Eindruck zu erwecken, dass Flash-Animationen ausschließlich zu älterer Musik angefertigt werden können, wurde dieser Spiel-mit-Satz für den Unterrichtsbetrieb zum Thema Austropop erstellt. Detailinformationen sind dem Kapitel über „interaktives Lernen“ auf Seite Error! Bookmark not defined. zu entnehmen.

 

Beispiel 9: Funk da World, Nils Landgren. Dieser Spiel-mit-Satz stellt die Besonderheit dar, in der dritten Zeile nicht fertig gestellt zu sein. Sämtliche Symbole können per Drag-and-drop-Funktion an selbst wählbare Positionen gezogen werden. Die ausgewählte Musik von Nils Landgren wird bei diesem Spiel-mit-Satz nicht linear abgespielt, sondern in einer Zeile wiederholt, bis man eine andere Zeile auswählt. Die so entstehenden neuen Spiel-mit-Zeilen der Schülerinnen und Schüler können per Screenshot gesichert und zur weiteren Verwendung beispielsweise per Mail an die Adresse der Lehrperson gesendet werden.

 

Diverses

 

In dieser Rubrik wurden unterschiedlich erstellte Applikationen bzw. Flash-Filme zusammengestellt. Auf die detaillierten Erklärungen und Anwendungen wurde jeweils bei den entsprechenden Kapiteln verwiesen.

 

Beispiel 10: Virtuelles Klavier. Dieses mit „Macromedia Flash“ erstellte Tool stellt eine virtuelle Tastatur über zwei Oktaven dar, die durch Klicken mit der Maus oder durch Drücken bestimmter Tasten der Computertastatur gespielt werden können. Im linken Fenster kann aus fünf verschiedenen Klängen gewählt werden, die jeweils in einem eigenen Flash-Film aufgerufen werden. Unter dem Menüpunkt „Melodien zum Nachspielen“ verbergen sich pro gewähltem Klang fünf verschiedene kurze Melodien in unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad, die von den Anwenderinnen und Anwendern dieses Moduls nachgespielt werden können. Instrumente zur Aufzeichnung oder zur Bewertung richtig nachgespielter Melodien sind in dieser Flash-Applikation nicht realisiert geworden. Klickt man auf den „Hilfe“ Text, so werden alle belegten Computertasten in der virtuellen musikalischen Tastatur angezeigt. Mit diesem Tool wird eine große Anzahl an Anwendungen im E-Learning-Kontext des Musikunterrichts ermöglicht. So können über entsprechende Internettelefonie-Dienste musikalische Ideen ausgetauscht werden, das Kapitel mit Ideen zur „Call and Response“ Technik kann mithilfe dieser einfachen Abspielmöglichkeit bereichert werden. Denkbar ist die Verwendung dieses Tools auch eine Klanginstallation, bei der mehrere Schülerinnen und Schüler mit je einem an eine größere Audioanlage angeschlossenen Notebook zu einer Gesamtinstallation beitragen. Eine entsprechende Aufführung wurde mit zwölf Notebooks im Rahmen eines Schülerkonzertes durchgeführt, wobei die meisten Beiträge mit ausgewählter Loop-Software erstellt wurden. Detailierte Anwendungsbeispiele sind auf Seite Error! Bookmark not defined. dokumentiert. Das verwendete Foto sowie die ursprüngliche virtuelle Klaviatur ohne Funktionalität wurde vom Verlag Helbling zur Verfügung gestellt.

 

Beispiel 11: Moved Notes. Der Flash-Film trägt den historischen Titel „Moved Notes“, der durch die Bewegung zu den jeweils gehörten Notenwerten in zugeordneten Gruppen im Klassenverband begründet ist und in „CLUB Musik 1“ publiziert ist. Die in die digitale Umgebung transferierte Übung zur Unterscheidung von Achtel-, Viertel- und Halbennoten meldet unmittelbar nach dem Anklicken einer Antwort ein entsprechendes Feedback zur Kontrolle des Lernerfolges. Im Falle einer falschen Antwort wird der Bereich der gespielten Note automatisch wiederholt, um ein erneutes Hören und ein anschließendes richtiges Beantworten zu ermöglichen. Um den spielerischen Reiz zu betonen, werden für richtige Antworten zwei Punkte vergeben und im Gegensatz dazu wird für jede falsche Antwort ein Punkt abgezogen. Es gab schon des Öfteren Wettkämpfe um das Erreichen der höchsten Punktezahl unter den Schülerinnen und Schülern eines Klassenverbandes.

 

Beispiel 12: Quiz zum Concerto grosso. Dieses Quiz wurde mit Hilfe der Software „Hot Potatoes“ zur Wiederholung eines Kapitels über eine der wichtigsten Instrumentalgattungen der Barockzeit erstellt. Dabei werden aus einem Pool von 20 Fragen jeweils acht nach einem Zufallsprinzip ausgewählt, damit ein gleichzeitiges und gemeinsames Beantworten durch in Bankreihen sitzender Schülerinnen und Schüler etwas erschwert wird.

 

Beispiel 13: Flash-Würfel. Die Verwendung dieses Zufallsgenerators kann in unterschiedlichen Situationen, wie beispielsweise für Gruppeneinteilungen in kollaborativen Lernsituationen oder für das Bestimmen zufälliger Präsentationsreihenfolgen am Ende durchgeführter Projekte, erfolgen.

 

Beispiel 14: Playback zu „Call and Response“. Das vorliegende Playback wurde mit der im Betriebssystem OS X von Apple hinzugefügten Version von „GarageBand“ erstellt und liegt im MP3-Format zur Anwendung von „Call and Response“-Übungen vor.

 

Beispiel 15: Interaktive Geschichte. Das Modul mit beliebig wählbaren sich selbst wiederholenden Klängen unterschiedlichen Spannungsgehalts eignet sich für die Vertonung von Kurzgeschichten. Mittels Tastaturkürzel werden die einzelnen vorbereiteten Audiospuren aktiviert und gesteuert. So kann eine erfundene Geschichte in Partnerarbeit durch ausgewählte Musikpassagen dramaturgisch gesteigert und aufgeführt werden.

 

Alle auf der CD-ROM befindlichen Dateien können auch über den Dateimanager des Betriebssystems angezeigt und geöffnet werden. Dafür ist es notwendig, in den Ordner Dateien/Dateien zu wechseln. Bei in dieser Arbeit zu kurz geratenen verbalen Ausführungen zu einzelnen in MIP-Journalen veröffentlichten Modulen sei auf das jeweilige Heft des Helbling Verlags verwiesen, dem ein Dank für die kooperative Zusammenarbeit gilt.