[zurück]   Gerechtigkeit bei der Beurteilung war für mich selbstverständlich, jedoch hatte ich bei der Korrektur der ersten schriftlichen Übung schon gemerkt, dass ein Gesamteindruck der Arbeit für eine gerechte Benotung viel zu wenig ist. Also gab ich für jede richtige Antwort Punkte, schwerere Fragen mussten aber mehr Punkte Wert sein als leichte. Ich habe gleich gemerkt, dass besser alle Fragen gleiches Gewicht haben, um eine Beurteilung in diesem speziellen Fall einfacher zu machen. 

Nach der Überlegung, welche Leistungen ich mir von den Schülern erwarte, und wieviel Leistung ich feststellen kann, könnte ich auch mit diesem Quotienten meine Beurteilung überprüfen. Beim Quotienten 1 hätte die/der SchülerIn alle von mir erwarteten Leistungen erbracht. Gut, der Fall das ein sehr guter Schüler eine "Sehr Gute" Note bekommt, ist nicht all zu schwierig zu lösen. Wie unterscheidet man gerechterweise ein Befriedigend von einem Genügend, wie schlecht ist ein schlechtes Gut und wie viele Plus muss man sammeln, um vom guten Dreier auf ein Gut zu kommen. Viele solche Fragen erinnerten mich plötzlich an meine Schulzeit. Und ich kann mich an einige Noten erinnern, die meiner Meinung nach schlechter oder besser waren, als der Lehrer sie mir vergeben hat. Trotz Gespräch mit jeweiligen Lehrern, aber als Schüler sitzt man meist am kürzeren Ast.

Ein Beurteilungssystem mit Punkten wollte ich zuerst auch vermeiden, da ich die Jagd nach Punkten als Schüler nie mochte. Da mir ein solches System aber äußerst transparent erscheint, und ich auch jede Bezweiflung oder Fehler der Darstellungen ständig von den Schülern überprüfen lassen kann, habe ich mich zu einem solchen Punktesystem entschieden. Die Kommastellen der Gesamtnote sind freilich nur so genau, wie die schlechteste Einzelerfassung, zeigen jedoch eine klare Tendenz an. So weiß ein Schüler mit der Note 2,6, dass er leicht ein Gut erreichen kann, während er bei 3,3 schon aufpassen muss, nicht einen "guten Vierer" zu erlangen.   [weiter


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